Buchholz

Auch bekannt als: Buchholz-System, BH

Buchholz ist eine Feinwertung für Schweizer Turniere, bei der die Endpunktzahlen der Gegner eines Teilnehmers addiert werden.

Erklärung

Buchholz (BH) ist eine Feinwertung für Schweizer Turniere, in denen die Gegner Runde für Runde gepaart werden und nicht jeder gegen jeden spielt. Sie soll die Schwierigkeit des Turnierverlaufs eines Spielers abbilden. Am Turnierende werden die Endpunktzahlen aller Gegner addiert. Haben zwei Spieler dieselbe Punktzahl, deutet eine höhere Buchholz-Zahl meist darauf hin, dass einer insgesamt gegen erfolgreichere Gegner gespielt hat.

Beenden die Gegner eines Spielers das Turnier beispielsweise mit 6, 5, 4, 4 und 3 Punkten, beträgt die ungekürzte Buchholz-Zahl 22. Das Ergebnis des Spielers gegen jeden Gegner ändert diese Summe nicht: Ob er gegen den Gegner mit 6 Punkten gewann oder verlor, dessen Beitrag bleibt 6. Das unterscheidet Buchholz von , wo die Gegnerpunktzahl mit dem gegen diesen Gegner erzielten Ergebnis gewichtet wird.

Nach den aktuellen Regeln der International Chess Federation (FIDE) darf Buchholz nicht in Rundenturnieren verwendet werden, deren Teilnehmer im Wesentlichen dieselben Gegner haben. Für nicht gespielte Runden gelten außerdem besondere Anpassungen. ist eine Variante, die einen niedrigen und einen hohen Beitrag streicht.

Häufige Verwechslungen

Buchholz und eigene Punktzahl

Buchholz addiert nicht erneut die eigenen Turnierpunkte. Die Gegnerpunktzahlen werden summiert, um die Stärke des Teilnehmerfeldes abzubilden.

Buchholz oder Sonneborn-Berger

Buchholz zählt die Endpunktzahl jedes Gegners unabhängig vom Partieergebnis. Sonneborn-Berger multipliziert die Gegnerpunktzahl mit den gegen ihn erzielten Punkten.

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