Erklärung
Schachblindheit ist ein überraschendes Übersehen: Eine Figur kann ohne ausreichende Gegenwehr geschlagen werden, ein einfacher Schlag, ein Schachgebot oder eine entscheidende Drohung ist auf dem Brett sichtbar, doch der Spieler handelt, als wäre sie nicht vorhanden. Das bedeutet nicht, dass ihm die betreffende Regel oder das Muster unbekannt ist. In diesem Moment erfasst seine Aufmerksamkeit eine sichtbare und wichtige Information schlicht nicht.
Sie kann auftreten, wenn ein Spieler ganz in die eigene Idee vertieft ist, wenn ein erwarteter Zug die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Brettbereich lenkt oder wenn Zeitnot die abschließende Sicherheitsprüfung schwächt. Selbst Weltmeister haben solche Dinge übersehen. Der kann dazu beitragen, wenn eine vertraute Lösung die Aufmerksamkeit so stark bindet, dass Alternativen nicht angemessen geprüft werden.
Der Begriff beschreibt, wie eine Information übersehen wurde, nicht die Größe des daraus entstandenen Fehlers. Die Folge kann geringfügig oder partieentscheidend sein. Schachblindheit unterscheidet sich auch davon, eine Stellung nach korrekter Wahrnehmung ihrer wichtigsten Merkmale falsch zu beurteilen. Bei einem , einer Entscheidung, bei der eine schwächere Wahl das Ergebnis stark verändern kann, lässt sich das Risiko durch eine kurze Prüfung auf Schachgebote, Schlagzüge, Drohungen und ungedeckte Figuren verringern, auch wenn keine Checkliste es vollständig beseitigt.
Häufige Verwechslungen
Fehleinschätzung
Bei einer Fehleinschätzung werden die wichtigen Merkmale gesehen, aber falsch gewichtet. Bei Schachblindheit fließt ein relevantes Merkmal gar nicht erst in die Entscheidung ein.
Quellen
- 1.Chess blindness of the Champions, ChessBase
