Erklärung
Der Hopton-Angriff beginnt, wenn der weiße Läufer von c1 nach g5 zieht, nachdem die Bauern nach d4 und f5 vorgerückt sind. In steht B für Läufer. 2.Bg5 bezeichnet daher die Figur und ihr Zielfeld im zweiten weißen Zug. Der Läufer fesselt noch keine Figur, weil der schwarze Springer weiterhin auf g8 steht, gibt Nf6 aber eine konkrete Folge: Nach Bxf6 kann Schwarz mit dem Bauern von e7 zurückschlagen und zwei schwarze Bauern auf der f-Linie erhalten, der senkrechten Felderreihe mit diesem Buchstaben.
Schwarz kann mit ...Nf6, ...h6, ...g6 oder ...d5 antworten. ...h6 fragt den Läufer, wohin er sich zurückziehen will. Setzt Schwarz später mit ...g5 fort, gewinnt Schwarz Raum, schwächt aber weitere Felder um den König. Weiß sollte nicht annehmen, dass jeder schwarze Bauernvorstoß schlecht ist. Weiß muss berechnen, ob der Läufer einen sicheren Rückzug hat und ob sich das Zentrum öffnen kann, bevor ein Angriff sinnvoll wird.
Den Läufer tauschen oder bewahren
Bxf6 kann die schwarze Bauernstruktur beschädigen, überlässt Schwarz aber das Läuferpaar, also je einen Läufer für beide Felderfarben. Den Läufer zu bewahren vermeidet dieses Zugeständnis, kann jedoch Zeit kosten, wenn er sich mehrfach zurückziehen muss. Die Entscheidung hängt davon ab, ob die Doppelbauern ein echtes Angriffsziel sein werden oder Schwarz dafür genügend Aktivität erhält.
Anders als das opfert der Hopton-Angriff nicht schon seiner Definition nach einen Bauern. Sein Druck entsteht aus der schnellen Läuferentwicklung und den Fragen, die er an die schwarze Königsflügelstruktur stellt.
Häufige Verwechslungen
Bg5 ist keine sofortige Fesselung
Zu Beginn des Hopton-Angriffs steht keine schwarze Figur auf f6. Der Druck richtet sich gegen die künftige Entwicklung des Springers.
Quellen
- 1.Lichess chess-openings dataset — ECO volume A, Lichess
- 2.Dutch Defense: Hopton Attack, Chess.com
- 3.Hopton Attack: Adviser, Diagrams & Replay Lab, ChessWorld.net
