Englund-Gambit

Ein sofortiges Gambit gegen den Damenbauern, in dem Schwarz einen Bauern anbietet, um die Figuren schnell zu entwickeln und Drohungen zu schaffen.

Erklärung

Das Englund-Gambit beginnt, wenn Schwarz nach dem ersten Vorstoß des weißen d-Bauern den e-Bauern anbietet, indem er ihn zwei Felder vorzieht. Ein Gambit ist ein bewusstes Materialangebot, um Aktivität zu gewinnen. Nimmt Weiß, entwickelt Schwarz gewöhnlich den Springer von b8 nach c6 und zieht die Dame von d8 nach e7, um den Mehrbauern anzugreifen. Koordinaten wie e7 bezeichnen ein Feld durch seine Linie und Reihe.

Der praktische Reiz der Eröffnung liegt in Taktiken, also kurzen Zugfolgen auf Grundlage von Schachs, Doppelangriffen oder ungedeckten Figuren. In manchen Varianten zieht die Dame mit Schach nach b4 und greift den Bauern auf b2 an. Eine früh entwickelte Dame kann jedoch angegriffen werden, während Weiß Figuren entwickelt. Scheitern die Drohungen, liegt Schwarz möglicherweise einfach einen Bauern zurück.

Weiß muss nicht jede Falle auswendig lernen. Solide Prioritäten sind Entwicklung, der Schutz empfindlicher Felder und die Prüfung jedes erzwingenden Zuges. Den Bauern zurückzugeben kann sinnvoll sein, wenn Weiß dadurch die Entwicklung abschließt und einen Vorteil behält. Schwarz darf eine mögliche Falle nicht mit dauerhafter Aktivität verwechseln, die den angebotenen Bauern wert ist. Auf starkem Niveau gilt die Eröffnung als riskant, weil genaue Verteidigung Weiß einen Vorteil bewahren lässt.

Häufige Verwechslungen

Englund oder Fajarowicz

Das Englund-Gambit bietet den schwarzen e-Bauern bereits mit der ersten Antwort an. Die entsteht erst, nachdem Schwarz den Königsspringer entwickelt und Weiß den c-Bauern vorgezogen hat.

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