Erklärung
Die Igelstruktur ist eine kompakte Aufstellung, in der eine Seite, meist Schwarz, Bauern auf a6, b6, d6 und e6 stellt und die Figuren dahinter ordnet. In einem Feld wie a6 bezeichnet der Buchstabe eine senkrechte Linie und die Zahl eine waagerechte Reihe. Die Bauern erinnern an die Stacheln eines Igels, daher der Name.
Der Igel gibt Raum ab: Der Gegner kann seine Bauern vorrücken und mehr Felder besetzen. Dafür vermeidet die kompakte Stellung unmittelbare Schwächen und bewahrt Kraft für die typischen Hebel b5 und d5. Ein Hebel öffnet Linien oder verändert die Struktur. Zur richtigen Zeit kann er die scheinbar passiven Figuren plötzlich befreien.
Was beide Seiten prüfen müssen
- Der Igelspieler muss die Figuren koordinieren und einen Hebel vorbereiten, bevor er völlig eingeschränkt wird.
- Der Bauer d6 kann zu einem festen Ziel werden, wenn er nicht vorrücken kann.
- Die Seite mit mehr Raum muss ihre Figuren verbessern, ohne b5 oder d5 unter günstigen Bedingungen zuzulassen.
- Eine zu frühe Öffnung kann dem Igel helfen, weil seine Figuren oft bereit sind, die neuen Linien zu besetzen.
Der Igel tritt oft gegen die auf, deren gegnerische Bauern auf c4 und e4 die Hebel b5 und d5 einschränken. Er ist nicht bloß passiv. Seine , das langfristige Ziel, besteht darin, zu halten, Vorstöße zu provozieren und das Spiel im richtigen Moment zu befreien. Der koordiniert die Figuren und bereitet den passenden Hebel vor.
Häufige Verwechslungen
Igel und Maróczy-Bindung
Der Igel ist die kompakte Aufstellung der eingeschränkten Seite. Die Maróczy-Bindung ist meist die vorgeschobene gegnerische Struktur, die ihre Hebel begrenzt.
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