Erklärung
Die Italienische Partie entsteht nach 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4. Beide Seiten ziehen den Königsbauern, Weiß entwickelt den Springer nach f3, Schwarz nach c6 und der weiße Läufer zieht nach c4. Sie gehört zu den .
Die weißen Züge verfolgen Grundziele: Der Bauer besetzt das Zentrum, der Springer greift e5 an und der Läufer zielt auf f7. Der Bauer f7 wird anfangs nur vom König geschützt. Das schafft Drohungen, bedeutet aber nicht, dass Weiß ohne Berechnung schlagen kann.
Der Zug, der die Italienische Partie definiert
Nach 1. 2.Nf3 Nc6
Der weiße Springer greift an, der schwarze deckt es. Der dritte weiße Zug bestimmt die Eröffnungsfamilie.
Die schwarze Antwort bestimmt wichtige Abspiele. 3...Bc5 entwickelt den Läufer nach f2 und führt zum . 3...Nf6 entwickelt einen Springer mit Angriff auf e4 und beginnt die . Beide können ruhig oder sehr konkret werden.
Die zwei wichtigsten schwarzen Antworten
Die Italienische Partie bleibt eine Familie
Nach 3.Bc4 kann Schwarz Läufer oder Springer entwickeln. Dies sind die Hauptabspiele, aber nicht die einzigen legalen Züge.
Weiß rochiert häufig, bereitet mit c3 den Zug d4 vor oder stabilisiert das Zentrum mit d3. Schwarz beendet die Entwicklung, schützt e5 und wählt den Moment zum Angriff auf das weiße Zentrum. Die Italienische Partie bildet den Rahmen, garantiert aber keinen sofortigen Angriff.
Heute ist Italienische Partie der breite Name der Stellung nach 3.Bc4. Sie ist kein genaues Synonym für Giuoco Piano, da Schwarz besonders 3...Nf6 wählen kann.
Häufige Verwechslungen
Giuoco Piano
Die Italienische Partie steht nach 3.Bc4 fest. Das Giuoco Piano entsteht erst nach der schwarzen Antwort 3...Bc5.
Fegatello-Angriff
Der Fegatello-Angriff ist eine spätere taktische Variante der Zweispringerverteidigung, kein anderer Name für die gesamte Italienische Partie.
Quellen
- 1.Opening • Italian Game, Lichess
- 2.Italian Game, Wikimedia Foundation
- 3.Italian Game - Chess Openings, Chess.com
