Königsindische Verteidigung, Awerbach-Variante

Eine königsindische Variante, in der Weiß den Damenläufer aktiv aufstellt, um den zentralen schwarzen Bauernvorstoß einzuschränken.

Erklärung

In der Königsindischen Verteidigung lässt Schwarz Weiß ein breites Zentrum mit Bauern auf d4 und e4 aufbauen und versucht anschließend, es durch Vorstöße des e- oder c-Bauern anzugreifen. Diese sind Bauernhebel, weil sie mit der gegnerischen Struktur in Kontakt treten und Linien öffnen sollen. In der Awerbach-Variante geht ein weißer Läufer nach e2, und der Läufer von c1 wird nach g5 entwickelt. Die Koordinaten bezeichnen Felder durch Linie und Reihe.

Der Läufer auf g5 greift den schwarzen Springer auf f6 an. Solange der schwarze Bauer auf e7 bleibt, ist dieser Springer nicht gefesselt, weil der Bauer die Diagonale zur Dame auf d8 noch blockiert. Zieht Schwarz den e-Bauern vor, öffnet sich die Diagonale, und der Springer kann relativ gefesselt werden: Ein Zug würde die Dame einem Angriff aussetzen. Der zentrale Vorstoß erfordert daher Sorgfalt. Schwarz kann den Läufer auch mit dem h-Bauern angreifen, einen weiteren Springer entwickeln oder das Zentrum mit dem c-Bauern herausfordern.

Weiß behält flexible Rochademöglichkeiten. Die Rochade ist der Spezialzug, der König und Turm gemeinsam versetzt, um die Königssicherheit zu verbessern. Der Aufbau hat einen Preis: Weiß hat Züge für die Entwicklung beider Läufer verwendet, während der Springer auf g1 noch auf seinem Ausgangsfeld steht. Schwarz kann daher versuchen, das Zentrum anzugreifen, bevor Weiß die Entwicklung abschließt. Die verwendet zuerst den h-Bauern, um einen schwarzen Springersprung nach g4 zu verhindern.

Häufige Verwechslungen

Awerbach oder Makogonow

In der Awerbach-Variante stehen die weißen Läufer auf e2 und g5. Die Makogonow-Variante beginnt mit einem Vorstoß des h-Bauern und legt das Feld des Läufers von c1 noch nicht fest.

Verwandte Begriffe

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