Larsen-Eröffnung

Auch bekannt als: Nimzowitsch-Larsen-Angriff, Nimzo-Larsen-Angriff, Nimzovich-Larsen-Angriff

Eine flexible Eröffnung, in der Weiß einen Damenflügelbauern ein Feld vorzieht, um den Läufer auf einer langen Diagonale vorzubereiten.

Erklärung

Die Larsen-Eröffnung beginnt mit 1.b3: Der Bauer von b2 zieht ein Feld vor und räumt b2 für den Läufer auf c1. Wird ein Läufer hinter einem um ein Feld vorgezogenen Bauern entwickelt, spricht man von einem Fianchetto. Von b2 aus zielt der Läufer auf der langen Diagonale b2-e5-h8 und kann einen schwarzen Bauern auf e5 unter Druck setzen.

Weiß besetzt nicht sofort d4 oder e4, die beiden Zentralfelder, um die seine Bauern meist von Beginn an kämpfen. Dafür bleibt die Freiheit, später den c-, d- oder e-Bauern vorzuziehen und den Springer von g1 passend zur schwarzen Formation nach f3 zu entwickeln. Der Ansatz ähnelt der : zuerst Entwicklung und Druck aus der Entfernung, danach die Entscheidung über die Zentralbauern.

Der Läufer auf setzt unter Druck, ohne das weiße Zentrum festzulegen

8
7
6
5
4
3
2
a1
b
c
d
e
f
g
h
Der Läufer auf greift entlang der langen Diagonale an und macht den schwarzen Zentralbauern zum Ziel.
Fernwirkung bewahrt mehrere Strukturen

Schwarz hat besetzt und mit dem Springer gedeckt, doch Weiß kann weiterhin wählen, wie das Zentrum angegriffen wird.

Der nützlichste Vergleich ist die . In beiden steht der Läufer oft auf b2, doch 1.b3 zieht den Bauern nur ein Feld und hält ihn relativ sicher. 1.b4 gewinnt mehr Raum, macht den Bauern aber zu einem unmittelbareren Ziel. Zudem ist sie das Damenflügel-Gegenstück zur , die mit 1.g3 beginnt.

Quellen

Verwandte Begriffe

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