Erklärung
Aron Nimzowitsch verband Spielstärke auf Spitzenniveau mit außergewöhnlichem Einfluss als Schachautor. Von 1925 bis 1930 gehörte er zu den führenden Spielern der Welt und feierte bedeutende Siege in Dresden 1926 und Karlsbad 1929.
Er war eine zentrale Figur des hypermodernen Schachs, einer Schule, die die Ansicht infrage stellte, man müsse das Zentrum sofort mit Bauern besetzen. Mit Zentrum sind die vier zentralen Felder gemeint. Nimzowitsch und andere Denker wie zeigten, dass Figuren diese Felder auch aus der Entfernung kontrollieren und zugleich die vorgerückten Bauern des Gegners angreifen können.
Ideen, die den Schachunterricht veränderten
In Büchern wie Mein System und Die Blockade ordnete Nimzowitsch Konzepte, die zum festen strategischen Sprachgebrauch wurden. Eine Blockade hält einen gegnerischen Bauern auf, indem eine Figur direkt vor ihm platziert wird. Prophylaxe bedeutet, den Plan des Gegners zu erkennen und einzuschränken, bevor er gefährlich wird. Diese Ideen fordern kein passives Spiel. Sie sollen den Gegner beschränken, damit die eigenen Figuren mehr Freiheit gewinnen.
Mehrere Eröffnungen tragen seinen Namen, am bekanntesten die Nimzo-Indische Verteidigung. Sein tieferes Vermächtnis liegt jedoch in einer neuen Art, über Raum, Zentrumskontrolle, Bauern und Vorbeugung nachzudenken.
Quellen
- 1.Aron Nimzowitsch, World Chess Hall of Fame & Galleries
- 2.Britannica: The Evolution of Chess Theory (Part 3), ChessBase
