Erklärung
Eine offene Linie ist ein freier Weg entlang einer Reihe, Linie oder Diagonale. Türme, Läufer und Damen sind langschrittige Figuren: Sie ziehen mehrere Felder gerade, werden aber von jeder dazwischenstehenden Figur gestoppt. Fällt das Hindernis weg, können sie über diese Linie angreifen, verteidigen oder eindringen.
Linien öffnen sich meist durch Bauernvorstöße oder -tausch. Steht auf einer Linie kein Bauer beider Seiten mehr, ist sie eine offene Linie. Steht nur der gegnerische Bauer dort, ist sie aus Sicht des Spielers ohne eigenen Bauern halboffen. Der allgemeine Begriff umfasst auch Diagonalen und konkrete freie Wege zu einem Ziel.
Eine offene Linie ist nicht automatisch nützlich. Es braucht ein Einbruchsfeld, ein Ziel oder die Möglichkeit, den Druck zu erhöhen. Ein Turm kann auf einer offenen Linie wirkungslos bleiben, wenn der Gegner alle wichtigen Felder kontrolliert. Ebenso kann ein Läufer eingesperrt wirken, bis ein Bauer die Diagonale räumt.
Offene Linien fördern Aktivität und können den König verwundbarer machen. Vor dem Öffnen sollte verglichen werden, welche Seite zuerst ihre Schwerfiguren, also Türme und Dame, einsetzen kann und ob die Türme bereits koordiniert oder sind.
Häufige Verwechslungen
Offene Linie
Eine offene vertikale Linie ist ein besonderer Fall ohne Bauern beider Farben. Eine offene Linie kann auch eine Diagonale, Reihe oder ein freier Abschnitt zu einem Ziel sein.
Halboffene Linie
Auf einer halboffenen Linie stehen noch Bauern nur einer Farbe. Der Spieler ohne eigenen Bauern nutzt sie oft zum Druck auf den gegnerischen Bauern.
Quellen
- 1.Glossary of chess, Wikimedia Foundation
- 2.Open Game - Chess Terms, Chess.com
