Erklärung
Das Opernmatt ist ein Zusammenspiel von Turm und Läufer. Der Turm gibt das letzte Schach über eine Reihe oder Linie. Der Läufer deckt den Turm auf einer Diagonale, sodass der König ihn nicht schlagen kann. Die übrigen Fluchtfelder sind kontrolliert oder oft von eigenen Figuren des mattgesetzten Spielers besetzt.
Entscheidend ist nicht eine feste Zugfolge, sondern die Endstellung. Der Turm muss das Feld erreichen können, der Läufer ihn stützen und der gegnerische König darf kein legales Ausweichfeld haben. Opfer können das Bild vorbereiten, sind aber Mittel und kein notwendiger Teil seiner Definition.
Herkunft des Namens
Der Name geht auf die berühmte Beratungspartie zurück, die Paul Morphy 1858 in Paris gegen den Herzog von Braunschweig und Graf Isouard während einer Opernaufführung spielte. In einer Beratungspartie entscheiden mehrere Spieler gemeinsam für eine Seite. In der Schlussstellung setzte ein vom Läufer gedeckter Turm matt. Die Partie machte sowohl die Folge als auch das Mattbild berühmt.
Häufige Verwechslungen
Opernmatt und Morphymatt
Die Namen werden nicht immer einheitlich verwendet. Hier bezeichnet Opernmatt das Endbild der Opernpartie mit mattsetzendem, gedecktem Turm. Beim gibt meist der Läufer das letzte Schach, während Turm und gegnerische Figuren die Ausgänge begrenzen.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Checkmate & Checkmate Patterns - Chess Terms, Chess.com
- 2.The Opera Game, Lichess
- 3.Morphy v the Duke and Count, Chess Notes by Edward Winter
