Erklärung
Ein Spieler ist aus der Theorie, wenn die Stellung oder der letzte Zug nicht mehr zu der Folge gehört, die er für die Eröffnung, die erste Phase der Partie, kennt oder vorbereitet hat. Der Begriff Buch verweist auf veröffentlichtes Eröffnungswissen, auch wenn dieses heute ebenso in Datenbanken, Videos und Software zu finden ist. Bis zu diesem Punkt hat der Spieler möglicherweise erkannt. Von nun an müssen die Entscheidungen hauptsächlich aus der Stellung auf dem Brett hervorgehen.
Dies ist ein relativer Zustand und keine objektive Bezeichnung des Zuges. Ein Spieler kann aus der Theorie sein, während sich der Gegner noch an Analysen erinnert. Eine große Datenbank kann die Stellung enthalten, obwohl keiner der beiden Spieler sie kennt. Eine Partie kann die außerdem mit einem guten, zweifelhaften oder lediglich seltenen Zug verlassen.
Was sich in der Praxis ändert
Sobald die Erinnerung endet, sollte man zu grundlegenden Fragen zurückkehren: Was droht der Gegner, welche Figuren sind noch unentwickelt, steht einer der Könige offen und welche Bauernabtäusche könnten Linien öffnen? Auch der Umgang mit der Bedenkzeit ist wichtig, denn der Versuch, eine vergessene Variante zu rekonstruieren, kann Zeit verbrauchen, ohne das tatsächliche Problem der Stellung zu lösen.
Häufige Verwechslungen
Aus der Theorie ist nicht dasselbe wie eine theoretische Neuerung
Ein Zug kann für den Spieler neu sein und zugleich schon in vielen anderen Partien vorgekommen sein.
