Erklärung
Ein Bauernhaken ist ein Bauer, den ein anderer Bauer angreifen kann, um Kontakt herzustellen und eine Linie oder Diagonale zu öffnen. Besonders wichtig ist er vor dem König, wo Bauern einen schützenden Schild bilden. Sobald ein Bauer dieses Schildes vorzieht und in Reichweite eines gegnerischen Bauern gerät, muss der Angreifer keine geschlossene Mauer mehr treffen; er besitzt einen konkreten Ansatzpunkt.
Der Haken ist nicht der Hebel selbst. Der Haken ist das Ziel oder der Kontaktpunkt, der Hebel ist der Bauernvorstoß, der ihn angreift. Nach den Abtauschen kann sich eine Linie für einen Turm öffnen oder ein Verteidiger des Königs verschwinden. Dieselbe Idee kann anderswo eine Bauernkette zerlegen und eine auslösen.
Der Sprachgebrauch ist nicht völlig einheitlich. Manche Literatur nennt den exponierten gegnerischen Bauern den Haken, während einige Trainer das Wort auf den Bauernzug anwenden, der den späteren Hebel ermöglicht. Gemeinsam ist die Idee, dass ein Bauernvorstoß eine Angriffsfläche schafft, die der Gegner nutzen kann. Ein Haken erzeugt daher häufig , garantiert aber nicht, dass das sofortige Öffnen von Linien richtig ist.
Häufige Verwechslungen
Haken und Bauernhebel
Der Haken bietet den Kontaktpunkt. Der Hebel ist der Bauernvorstoß, der diesen Kontakt nutzt, um die Struktur zu verändern oder eine Linie zu öffnen.
Jeder vorgerückte Bauer ist ein nützlicher Haken
Nein. Es muss eine konkrete Möglichkeit bestehen, ihn anzugreifen und dabei eine nützliche Linie, Schwäche oder ein Tempo zu gewinnen.
Quellen
- 1.Definitions, Dan Heisman Chess Lessons and Author
- 2.The hook, ChessBase
- 3.The H-Pawn Hook, Chess.com
