Erklärung
Eine Bauernramme, in Hans Kmochs Terminologie auch einfach Ram, entsteht, wenn zwei gegnerische Bauern einander auf derselben Linie gegenüberstehen. Jeder Bauer besetzt das Feld, auf das der andere vorrücken müsste, sodass keiner nach vorn ziehen kann, solange dieses Verhältnis unverändert bleibt.
Eine Ramme ist eine strukturelle Beziehung und kein Angriffszug. Sie kann einen Brettbereich fixieren, Könige am Überqueren hindern und bestimmen, welcher Läufer nützliche oder eingeschränkte Diagonalen besitzt. Mehrere Rammen können eine schwer zu durchdringende Barriere bilden.
Die beiden Bauern können einander nicht schlagen, weil Bauern diagonal und nicht geradeaus schlagen. Zur Veränderung der Struktur ist meist ein Angriff von einer benachbarten Linie, ein Figurentausch oder ein seitlicher Bauernhebel nötig. Eine Ramme hängt daher mit zusammen, unterscheidet sich aber von , bei der die Bauern einander diagonal schlagen können.
Häufige Verwechslungen
Ramme und von einer Figur blockierter Bauer
Bei einer Ramme ist das Hindernis ein gegnerischer Bauer auf derselben Linie. Eine Figur vor einem Bauern blockiert ihn ebenfalls, schafft aber keine gegenseitige Beziehung.
Ramme und Bauernspannung
Bei einer Ramme kann keiner der Bauern den anderen schlagen. Bei Bauernspannung stehen die Bauern auf Schlagdiagonalen, und beide Seiten können den Kontakt auflösen.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Definitions, Dan Heisman Chess Lessons and Author
- 2.Pawn Rams (Bitboards), Chess Programming Wiki
