Erklärung
Postschach ist eine Form des : Die Gegner sitzen nicht am selben Brett, sondern übermitteln ihre Züge aus der Ferne und haben normalerweise deutlich mehr Bedenkzeit als in einer direkten Partie. Postschach wird durch den Übermittlungsweg bestimmt. Traditionell wird jeder Zug auf einer Postkarte oder in einem Brief verschickt.
Die normalen Schachregeln gelten weiterhin, doch für die Aufzeichnung und Übermittlung der Züge sind zusätzliche Regeln nötig. Bei Postturnieren der International Correspondence Chess Federation (ICCF) wird jeder Zug nummeriert und entweder in numerischer Notation, die jedes Feld durch zwei Ziffern bezeichnet, oder in einer von beiden Spielern vereinbarten anderen Notation geschrieben. Die Antwort vermerkt auch das Empfangsdatum des letzten gegnerischen Zugs und das vorgesehene Versanddatum. Ein bereits abgeschickter legaler Zug kann nicht einfach zurückgenommen werden, weil der Spieler seine Meinung ändert.
Der Übermittlungsweg darf nicht mit den Regeln für externe Hilfsmittel verwechselt werden. Bei ICCF-Veranstaltungen dürfen Spieler öffentliche Quellen wie Bücher, Datenbanken und Schachanalyseprogramme nutzen, müssen aber selbst über ihren Zug entscheiden. Andere Veranstalter können abweichende Bedingungen festlegen.
Häufige Verwechslungen
Fernschach
Fernschach ist die übergeordnete Kategorie und kann Briefpost, einen Webserver oder andere Medien nutzen. Postschach verwendet normalerweise Briefpost nach postalischen Regeln, die jedoch einen vereinbarten Wechsel zu E-Mail oder Fax erlauben können.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.ICCF Rules - update for 2026, International Correspondence Chess Federation (ICCF)
- 2.The ICCF Laws of Correspondence Chess, International Correspondence Chess Federation
