Erklärung
Bei einer Provokation lässt ein Spieler einen gegnerischen Vorstoß, Schlag oder Angriff attraktiv erscheinen. Das Ziel besteht nicht nur darin, auf einen Fehler zu hoffen, sondern eine Entscheidung zu schaffen, bei der die natürliche Antwort die Stellung festlegt. Ein Bauer kann vorrücken und ein Feld aufgeben, eine Figur kann schlagen und ihren Verteidigungsposten verlassen oder ein Angriff kann weiter vorstoßen, als die beteiligten Figuren ihn tragen können.
Die Methode ist wirksam, weil viele Entscheidungen unumkehrbar sind, besonders Bauernzüge, da Bauern nicht zurückziehen können. Ein , also ein nützlicher Zug, der die eigenen Möglichkeiten bewahrt und den Gegner zuerst entscheiden lässt, kann ihn zu dieser Festlegung bewegen. Danach wird die Folge der Entscheidung angegriffen, nicht unbedingt die Figur, die gezogen hat.
Die notwendige Prüfung
Vor jeder Provokation muss die beste gegnerische Antwort analysiert werden, nicht nur die verlockendste. Wenn der Vorstoß ohne echten Preis Raum gewinnt, also nützliches Gebiet kontrolliert, der Schlag günstige Wege für die gegnerischen Figuren freigibt oder der Angriff korrekt ist, hat die vermeintliche Provokation dem Gegner lediglich geholfen. Die Technik braucht eine konkrete Folge, die sich tatsächlich ausnutzen lässt.
Häufige Verwechslungen
Provokation und Falle
Eine Falle beruht meist darauf, dass der Gegner eine konkrete Widerlegung übersieht. Eine Provokation kann auch dann korrekt bleiben, wenn der Gegner die Idee versteht, weil jede verfügbare Wahl ein Zugeständnis verlangt.
Quellen
- 1.Provocation, Chess.com
- 2.Provoking Weaknesses in the Opponent’s Position, TheChessWorld
