Erklärung
Das Angenommene Damengambit beginnt, wenn Schwarz den weißen Bauern auf c4 schlägt. In der Zentralvariante zieht Weiß stattdessen den e-Bauern zwei Felder nach e4 vor, anstatt den Bauern sofort zurückzugewinnen. Die Bauern auf d4 und e4 besetzen gemeinsam das Zentrum, kontrollieren viele Felder und schaffen Raum für die weißen Figuren.
Das große Zentrum bietet Freiheit, aber auch Angriffsziele. Schwarz kann es mit der Entwicklung des Springers nach f6 oder mit einem Vorstoß des e- beziehungsweise c-Bauern angreifen. Der schwarze Bauer auf c4 ist unterdessen meist nur vorübergehend dort: Weiß möchte ihn mit dem Königsläufer zurückgewinnen, sobald die Diagonale frei ist. Das Gambit anzunehmen bedeutet nicht, diesen Bauern um jeden Preis zu behalten.
Wenn Weiß das Zentrum stützt und sich schnell entwickelt, erhält Weiß Raum und Aktivität. Greift Schwarz das Zentrum jedoch zuerst an, kann der weiße König ungeschützt bleiben, während die Bauern zu Angriffszielen werden. Die verwendet eine zurückhaltendere Zugfolge: zuerst den Springer entwickeln und die Läuferdiagonale öffnen, danach den Bauern auf c4 zurückgewinnen.
Häufige Verwechslungen
Angenommen bedeutet nicht, den Bauern zu behalten
Schwarz gibt den c4-Bauern häufig zurück, um sich frei zu entwickeln und das weiße Zentrum anzugreifen, statt ihn auf Dauer zu verteidigen.
Quellen
- 1.Queen's Gambit Accepted: Central Variation, Chess.com
- 2.Queen's Gambit Accepted, Chess.com
- 3.Lichess chess-openings dataset: ECO volume D, Lichess
