Erklärung
Die Damenindische Verteidigung entsteht, wenn Weiß d4, c4 und Nf3 spielt und Schwarz mit ...Nf6, ...e6 und ...b6 antwortet. Der Vorstoß ...b6 bereitet die Entwicklung des weißfeldrigen Läufers nach b7 vor. Von dort kann er über eine lange Diagonale Druck auf zentrale Felder ausüben.
Dieser Ansatz ist hypermodern: Schwarz gestattet Weiß, einen Teil des Zentrums mit Bauern zu besetzen, statt es sofort mit eigenen Bauern zu füllen. Danach wird dieses Zentrum mit Figuren und Bauernhebeln angegriffen, die die weißen Bauern infrage stellen. Züge wie ...Bb7, ...Be7, ...O-O und später ...d5 oder ...c5 sind typische Ideen, deren Reihenfolge von der Stellung abhängt.
Damenindisch übt aus der Ferne Druck auf das Zentrum aus
Nf3 vermeidet die nimzo-indische Fesselung
Da frei bleibt, wählt Schwarz einen anderen Entwicklungsweg für den weißfeldrigen Läufer.
Mit Nf3 vermeidet Weiß zunächst die , die einen weißen Springer auf c3 voraussetzt. Deshalb sind die Damenindische und die natürliche schwarze Antworten, solange dieser Springer noch nicht auf c3 steht.
Häufige Verwechslungen
Damenindisch und Nimzo-Indisch
Damenindisch entsteht meist nach Nf3. Nimzo-Indisch erfordert Nc3, damit ...Bb4 diesen Springer an den König fesseln und so einen Zug verhindern kann, der den König freigäbe.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Queen's Indian Defense - Chess Openings, Chess.com
- 2.Queen's Indian Defense, Wikipedia contributors
