Erklärung
Die Fianchetto-Variante wird durch den Vorstoß des weißen Bauern von g2 nach g3 definiert. In bedeutet 4.g3, dass dies der vierte weiße Zug ist, und Bg2, dass der Läufer nach g2 zieht. Ein Fianchetto ist der Plan, einen Flügelbauern ein Feld vorzuziehen und den Läufer dahinter auf einer langen Diagonale zu entwickeln. Es erleichtert außerdem die kurze Rochade, den gemeinsamen Zug von König und Turm zum Königsflügel, und sorgt gewöhnlich für eine stabile Bauerndeckung vor dem König.
Schwarz hat für den Läufer von c8 zwei Hauptfelder. Mit ...Bb7 übt der Läufer Druck auf e4 aus und stellt sich dem Einfluss des weißen Läufers auf g2 entgegen. Mit ...Ba6 greift er den Bauern auf c4 an und kann Weiß zwingen, ihn mit b3, Qa4 oder Qb3 zu verteidigen. Dieselbe Variante kann daher entweder zu einem Kampf um das Zentrum oder zu einem sehr konkreten Streit um einen Bauern führen.
Weiß setzt normalerweise mit Bg2 und O-O fort und wählt danach zwischen e4, d5 oder einem geduldigeren Aufbau mit b3 und Bb2. Der Preis von g3 ist keine ernste Schwäche, sondern die investierte Zeit. Während Weiß den Läufer organisiert, kann Schwarz c4 unter Druck setzen oder das Zentrum öffnen. Deshalb ist die Zugfolge wichtig.
Die ist eine bestimmte Fortsetzung dieses Systems, gekennzeichnet durch ...Bb7, ...Be7 und eine solide Entwicklung. Andere Zweige verwenden ...Ba6 und stellen von Beginn an andere Probleme.
Häufige Verwechslungen
Der Name bezieht sich zunächst auf den weißen Aufbau
Auch Schwarz fianchettiert den Läufer häufig nach b7, doch die Variante wird durch das weiße 4.g3 definiert.
Quellen
- 1.Lichess chess-openings dataset — ECO volume E, Lichess
- 2.Queen's Indian Defense, Chess.com
- 3.Queen's Indian Defense: Fianchetto, Classical Variation, Chess.com
