Hängezug

Der nächste Zug eines Spielers, der bei der Vertagung einer Partie geheim notiert wird, damit sie später fortgesetzt werden kann.

Erklärung

Ein Hängezug wird verwendet, wenn eine Partie vertagt wird, also vor ihrem Ende unterbrochen und in einer späteren Sitzung fortgesetzt wird. Der Spieler am Zug führt seinen nächsten Zug nicht öffentlich aus. Stattdessen notiert er ihn eindeutig auf dem Partieformular, dem Dokument zur Aufzeichnung der Züge, und legt die Unterlagen in einen versiegelten Umschlag.

Das Verfahren verhindert, dass dieser Spieler die gesamte Pause zur Auswahl eines Zuges nutzt, auf den er sich bereits vor der Vertagung festlegen musste. Nach den Richtlinien des Weltschachbundes FIDE darf der Spieler den notierten Zug bis zum Anhalten der Uhr noch ändern. Anschließend verwahrt der Schiedsrichter, der für die Durchsetzung der Regeln zuständige Offizielle, den Umschlag sicher.

Bei der Wiederaufnahme wird der Umschlag geöffnet und der notierte Zug auf dem Brett ausgeführt. Die Partie wird aus der daraus entstehenden Stellung fortgesetzt. Ist die Notation mehrdeutig oder der Zug regelwidrig, bestimmen die Vertagungsregeln die Folgen. Der Zug muss daher eine einzige genaue regelgemäße Handlung bezeichnen und darf nicht nur eine Idee oder mögliche Variante angeben.

Häufige Verwechslungen

Nicht der letzte sichtbare Zug

Der Hängezug ist der nächste Zug des Spielers, der am Zug ist. Er wird geheim notiert und bei der Wiederaufnahme der Partie ausgeführt.

Quellen

  1. 1.Glossary of Terms in the Laws of Chess, FIDE Rules Commission
  2. 2.Guidelines I. Adjourned Games, FIDE Rules Commission

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