Sofia-Regel

Auch bekannt als: Sofia-Regeln

Eine optionale Regel, die Remisangebote und Remisvereinbarungen vor einer vom Turnier festgelegten Zugzahl verbietet.

Erklärung

Die Sofia-Regel beschränkt sehr frühe vereinbarte Remis. Ein Remis ist ein unentschiedenes Partieergebnis. Gilt die Regel, dürfen die Spieler ein solches Ergebnis nicht durch Vereinbarung anbieten oder annehmen, bevor die Partie die in der Turnierausschreibung festgelegte Mindestzugzahl erreicht hat.

Der Grenzwert ist nicht allgemeingültig. Der Veranstalter legt für den jeweiligen Wettbewerb eine bestimmte Zugzahl fest. Aus dem Namen der Regel allein lässt sich daher nicht ablesen, ab wann Remisangebote erlaubt sind. Die Spieler müssen die konkreten Turnierbestimmungen prüfen.

Die Einschränkung betrifft freiwillige Vereinbarungen. Sie zwingt nicht zur Fortsetzung einer Partie, die nach den Schachregeln bereits remis ist. Ein Beispiel ist Patt, bei dem der Spieler am Zug keinen regelgemäßen Zug hat, sein König aber nicht im Schach steht. Auch andere automatische oder erzwungene Remis können eintreten. Der praktische Zweck besteht darin, kurze Vereinbarungen zu verhindern, nicht das Remisergebnis aus dem Schach zu entfernen.

Häufige Verwechslungen

Sie verbietet nicht jedes Remis

Sie verhindert vor dem Grenzwert nur eine freiwillige Vereinbarung. Eine Partie kann weiterhin nach den Schachregeln remis enden.

Quellen

  1. 1.ICCF Definitions and Acronyms, International Correspondence Chess Federation (ICCF)
  2. 2.ICCF Rules (Valid from 1 January 2026), International Correspondence Chess Federation (ICCF)

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