Erklärung
Der Stonewall-Angriff ist eher ein System als eine erzwungene Zugfolge. Weiß stellt die Bauern meist nach d4, e3, f4 und c3, entwickelt den Läufer neben dem König nach d3 und den Springer derselben Seite nach f3. Mit einem System kann gegen verschiedene gegnerische Antworten eine ähnliche Struktur angestrebt werden, auch wenn die genaue Zugreihenfolge variiert.
Die Bauernstruktur stützt das Zentralfeld e5 stark. Dadurch kann dort ein Springer aufgestellt und die Figuren können gegen den schwarzen König gebündelt werden. Der Läufer auf d3, die Dame und die Figuren am Königsflügel, also auf der Bretthälfte, auf der der König beginnt, können Drohungen erzeugen. Die Stärke des Stonewall-Angriffs beruht auf einer stabilen Struktur und leicht erkennbaren Plänen, nicht auf einer erzwungenen Taktik.
Dieselbe Starrheit hat auch ihren Preis. Der Läufer auf c1 kann hinter den eigenen Bauern eingeschlossen werden, und viele Bauernzüge vor Abschluss der Entwicklung können schwer zu verteidigende Felder hinterlassen. Die Aufstellung darf außerdem nicht mechanisch gespielt werden: Tauscht Schwarz früh im Zentrum oder entwickelt sich so, dass e5 kein starker Vorposten mehr ist, muss Weiß den Plan anpassen.
Der Stonewall stützt und schränkt den eigenen Läufer ein
Dieselbe Struktur erzeugt den Plan und die Schwäche
Die Kette auf den dunklen Feldern erleichtert einen klaren Angriffsplan, verringert aber die Flexibilität und lässt dem Läufer auf keinen natürlichen Ausgang.
Quellen
- 1.Queen's Pawn Opening: Stonewall Attack - Chess Openings, Chess.com
- 2.Stonewall Attack, Wikipedia contributors
