Erklärung
Das FIDE-Frauen-Kandidatenturnier gehört zum Zyklus der FIDE-Frauenweltmeisterschaft. Die FIDE ist der Weltschachbund. Das Turnier bringt Spielerinnen zusammen, die sich über die für den jeweiligen Zyklus festgelegten Wege qualifiziert haben, und bestimmt die Herausforderin der amtierenden Weltmeisterin.
Der Sieg im Kandidatenturnier macht eine Spielerin noch nicht zur Weltmeisterin. Er berechtigt sie zu einem späteren Match, also einem Wettkampf über mehrere Partien, gegen die amtierende Weltmeisterin. Daher sind drei Leistungen voneinander zu unterscheiden: die Qualifikation für das Kandidatenturnier, der Sieg im Kandidatenturnier und der Sieg im Titelmatch.
Die Zahl der Teilnehmerinnen, das Turnierformat, die Feinwertungsverfahren und die Qualifikationswege können sich von einem Zyklus zum nächsten ändern. Eine Ausgabe kann als Rundenturnier ausgetragen werden, bei dem jede Teilnehmerin gegen jede andere spielt, während spätere Regeln eine andere Struktur vorsehen können. Für die Einzelheiten einer bestimmten Ausgabe sind die offiziellen Regeln des betreffenden Zyklus maßgeblich.
Verwendung und Kontext
In Berichten und Qualifikationstabellen bezeichnet der Ausdruck Frauen-Kandidatenturnier gewöhnlich dieses konkrete Ereignis und nicht jede Frau, die den Weltmeistertitel anstrebt.
Häufige Verwechslungen
Kandidatenturnier und Weltmeisterschaftsmatch
Das Kandidatenturnier bestimmt die Herausforderin. Das spätere Match entscheidet, wer den Titel der Frauenweltmeisterin trägt.
