Erklärung
Bei der Bristol-Bahnung bewegen sich zwei gleichfarbige Langschrittler auf Reihen, Linien oder Diagonalen. Die erste Figur zieht auf einer Linie über ein kritisches Feld hinaus. Dadurch wird die Linie frei, sodass eine zweite Figur mit entsprechender Linienbewegung dieses Feld später erreichen oder überschreiten kann.
Das anschauliche Bild ist eine Figur, die in einem Korridor vorauszieht, damit eine andere folgen kann. Die Reihenfolge ist entscheidend: Die führende Figur weicht nicht bloß seitlich aus, sondern benutzt genau die Linie, die anschließend die zweite Figur benötigt. Das Manöver kann einen Angriff, eine Verteidigung, eine Verstellung oder ein anderes von der Komposition vorgegebenes Ziel unterstützen.
Die Figuren müssen nicht gleichartig sein. Ein Turm und eine Dame können beispielsweise beide auf Reihen und Linien ziehen und auf einer solchen Linie eine Bristol-Bahnung bilden. Entscheidend ist, dass beide die gewählte Linie nutzen können und der erste Weg die Bahnung bewirkt.
Häufige Verwechslungen
Bristol und gewöhnliche Bahnung
Bei einer gewöhnlichen Bahnung genügt es, eine Linie zu verlassen. Beim Bristol zieht die erste Figur auf dieser Linie voraus, und die zweite folgt in derselben Richtung.
Quellen
- 1.bristol clearance, Problemista
- 2.Glossary of Chess Problem Terms, OzProblems
