Erklärung
Ein Kandidatenzug ist eine legale Möglichkeit, die auf eine kurze Liste zur Prüfung gehört. Die Liste muss nicht alle Züge enthalten, und ein Kandidatenzug ist noch nicht die endgültige Wahl. Sie verhindert, dass die erste attraktive Idee das Denken beherrscht.
Kandidatenzüge können aus der unmittelbaren gegnerischen Drohung entstehen, aus wie Schachs, Schlägen und Drohungen, aus taktischen Ideen oder aus langfristigen Verbesserungen wie der Aktivierung einer Figur. Ihre sinnvolle Zahl hängt von Stellung und verfügbarer Zeit ab: Eine einfache Stellung hat vielleicht nur eine ernste Option, eine komplizierte mehrere.
Nach dem Erstellen der Liste folgt die : Man verfolgt jede Möglichkeit gedanklich gegen die besten gegnerischen Antworten und vergleicht die entstehenden Stellungen. Taucht in einer Variante ein neues Mittel auf, kann die Liste überarbeitet werden. Diese Methode trennt das Finden von Möglichkeiten von ihrer Überprüfung.
Ein Kandidatenzug muss weder brillant noch aggressiv sein. Eine genaue Verteidigung, ein Figurenabtausch oder ein ruhiger Zug kann ein Hauptkandidat sein, wenn er das tatsächliche Problem der Stellung löst.
Häufige Verwechslungen
Kandidatenzug und bester Zug
Ein Kandidatenzug verdient nur den Vergleich. Der bleibt nach Analyse und Bewertung der Alternativen übrig.
Kandidatenzug und Zwangszug
Ein Zwangszug beschränkt die gegnerischen Antworten. Er kann Kandidatenzug sein, aber auch ein ruhiger Kandidatenzug kann viele Antworten erlauben.
Quellen
- 1.The Candidate Moves Technique, Rafael Leitão
- 2.How to Improve your Calculation, Chess.com
