Freibauernkandidat

Auch bekannt als: Kandidatenbauer

Ein Bauer, der noch kein Freibauer ist, aber durch einen Vorstoß oder eine günstige Folge von Bauernwechseln zu einem werden kann.

Erklärung

Ein Freibauernkandidat ist noch kein Freibauer. Auf seiner eigenen senkrechten Linie steht kein gegnerischer Bauer vor ihm, doch ein oder mehrere gegnerische Bauern auf Nachbarlinien können ihn schlagen, wenn er vorrückt. Die Bauernstellung erlaubt jedoch eine realistische Folge von Vorstößen oder Abtäuschen, nach der er ein wäre: Vor ihm bis zur letzten Reihe stünde dann weder auf seiner eigenen noch auf einer Nachbarlinie ein gegnerischer Bauer. Dort könnte er sich in eine andere Figur umwandeln.

Kandidaten entstehen oft dort, wo eine Seite eine besitzt, also in einem Brettbereich mehr Bauern als der Gegner hat. Dieser zahlenmäßige Vorteil kann erlauben, einen Bauern zu tauschen und einen anderen zu behalten. Nicht jeder Bauer einer Mehrheit ist ein Kandidat: Es muss einen konkreten Weg geben, einen Freibauern zu schaffen.

So erkennst du ihn

  • Stelle dir zunächst die möglichen Vorstöße und Abtäusche der Bauern in diesem Bereich vor.
  • Suche einen Vorstoß, der den Gegner zum Schlagen zwingt und einen Rückschlag mit einem anderen Bauern erlaubt oder ihm keine ausreichende Antwort lässt.
  • Prüfe danach, ob Figuren, Schachs oder andere unmittelbare Drohungen die Umwandlung verhindern.

Das Wort Kandidat bezeichnet Potenzial, keine Garantie. Der Zeitpunkt des Vorstoßes ist wichtig: Zu frühes Vorrücken kann eine Blockade erlauben, den Bauern verlieren lassen oder die Struktur zugunsten des Gegners festlegen.

Häufige Verwechslungen

Freibauernkandidat und Freibauer

Der Kandidat hat noch gegnerische Bauern vor oder neben sich, die beseitigt oder überwunden werden müssen. Ein Freibauer hat bis zur letzten Reihe weder auf seiner eigenen noch auf einer Nachbarlinie gegnerische Bauern vor sich.

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