Chess Query Language

Auch bekannt als: CQL

Eine spezialisierte Sprache zur Beschreibung von Schachmustern und zum Auffinden der Partien oder Studien, die sie enthalten.

Erklärung

Die Chess Query Language, abgekürzt CQL, ermöglicht die Formulierung einer präzisen Schachabfrage. Eine Abfrage ist eine formale Beschreibung des Gesuchten, etwa eine Figur auf einem bestimmten Feld, eine Zugfolge, eine Stellung mit Schachgebot oder eine Kombination von Bedingungen. CQL dient der Mustersuche in Sammlungen von Partien und Studien.

Der grundlegende Ablauf besteht aus zwei Teilen: Zuerst wird das Muster in CQL geschrieben, dann wird das Programm cql auf einer PGN-Datei ausgeführt. PGN steht für Portable Game Notation, ein Textformat zur Aufzeichnung von Partien. CQL erzeugt eine weitere Datei mit den passenden Partien. Die Sprache kann Figuren, Felder und Zugfolgen beschreiben, Farben vertauschen, das Brett spiegeln und Wiederholungen ähnlich regulären Ausdrücken verwenden, also Regeln dafür, wie oft ein Teil des Musters wiederholt werden darf.

CQL ist weder eine alltagssprachlich formulierte Frage noch eine Notation zur Aufzeichnung einer Partie oder selbst eine Datenbank. Die Schreibregeln der Sprache müssen erlernt werden, und die Abfrage legt genau fest, was als Treffer gilt. Eine zu starre Abfrage kann gleichwertige Beispiele übersehen. Eine zu weite Abfrage kann Stellungen liefern, die nur oberflächlich ähnlich sind.

Verwendung und Kontext

CQL ist besonders nützlich, wenn das Suchkriterium von Schachgeometrie oder Zugfolge abhängt und sich mit Feldern wie Spieler, Datum oder Eröffnung nicht gut ausdrücken lässt.

Häufige Verwechslungen

Suche in natürlicher Sprache

CQL interpretiert keine freie Formulierung wie „schöne Opfer finden“. Seine Grammatik muss angeben, welche Figuren, Felder, Züge oder Beziehungen das Muster bilden.

Speicherformat

CQL beschreibt eine Suche. Partien werden in einem anderen Format, gewöhnlich PGN, gelesen und geschrieben.

Quellen

Verwandte Begriffe

© 2026 MindZug