Erklärung
Die Farbzuteilung beantwortet eine andere Frage als die Gegnerpaarung: Sobald ein Paar gebildet ist, muss entschieden werden, wer Weiß und wer Schwarz führt. In Schweizer Systemen der FIDE folgt dies Regeln, welche die Farberfordernisse beider Spieler so weit wie möglich berücksichtigen.
Eine Farbpräferenz gibt anhand der bisherigen Farbfolge an, welche Farbe ein Spieler in der nächsten Runde idealerweise erhalten sollte. Berücksichtigt werden die Differenz zwischen Weiß- und Schwarzpartien, das Vermeiden zu langer Folgen derselben Farbe sowie bei ungelöstem Fall der Wechsel gegenüber früheren Begegnungen oder weitere Systemprioritäten.
Mehr Schwarzpartien bedeuten daher nicht automatisch Weiß in der nächsten Runde. Die Zuteilung muss mit weiteren Paarungsbeschränkungen vereinbar sein, und die Regeln geben eine Prioritätsreihenfolge zur Konfliktlösung vor.
Häufige Verwechslungen
Farbzuteilung und Paarung
Die Paarung bestimmt die beiden Gegner; die Farbzuteilung entscheidet, welcher von ihnen Weiß spielt.
