Erklärung
In Schweizer FIDE-Turnieren, in denen die Gegner Runde für Runde gepaart werden und nicht jeder gegen jeden spielen muss, wird die Farbdifferenz als Zahl der mit Weiß gespielten Partien minus der Zahl der mit Schwarz gespielten Partien berechnet. Bei 3 Partien mit Weiß und 2 mit Schwarz beträgt sie +1. Bei 1 mit Weiß und 3 mit Schwarz beträgt sie -2. Gleiche Zahlen ergeben 0.
Nur tatsächlich gespielte Partien zählen. Eine spielfreie Runde fügt weder Weiß noch Schwarz hinzu. Das passt zum , der die aussagekräftige Reihenfolge der tatsächlich gespielten Farben auch bei Runden ohne Partie bewahrt.
Die Farbdifferenz bestimmt nicht allein die nächste Farbe, hilft aber bei der Festlegung der . Im holländischen FIDE-System erzeugt +1 beispielsweise eine starke Präferenz für Schwarz und -1 für Weiß. Ein Wert über +1 oder unter -1 erzeugt eine absolute Präferenz für die Farbe, die das Ungleichgewicht verringert.
Häufige Verwechslungen
Farbdifferenz und Farbpräferenz
Die Farbdifferenz ist eine Zahl auf Grundlage der mit jeder Farbe gespielten Partien. Die Farbpräferenz bezeichnet die Farbe, die der Spieler idealerweise als Nächstes erhalten sollte, und kann auch von den letzten Farben abhängen.
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