Farbpräferenz

Auch bekannt als: Farbvorzug, zustehende Farbe

Die Farbpräferenz ist die Farbe, Weiß oder Schwarz, die ein Paarungssystem einem Spieler in der nächsten Partie idealerweise geben sollte.

Erklärung

Die Farbpräferenz ist keine persönliche Wahl. Sie ist eine Paarungsanforderung für eine angemessen ausgeglichene Verteilung von Weiß und Schwarz. Sie wird hauptsächlich aus der und den Farben der letzten Partien bestimmt.

Funktionsweise im holländischen FIDE-System

  • Absolute Präferenz: Sie entsteht bei einer Farbdifferenz über +1 oder unter -1 oder wenn der Spieler in den letzten beiden gespielten Partien dieselbe Farbe hatte.
  • Starke Präferenz: Eine Differenz von +1 bedeutet eine Präferenz für Schwarz, -1 eine Präferenz für Weiß.
  • Leichte Präferenz: Bei einer Differenz von 0 versucht das System, gegenüber der letzten gespielten Partie abzuwechseln.
  • Ohne gespielte Partie hat der Spieler im holländischen System keine Farbpräferenz.

Der Paarungsprozess versucht, diese Präferenzen zu erfüllen, doch sie haben unterschiedliche Prioritäten und können nicht immer gleichzeitig gewährt werden. Andere FIDE-Systeme können Grenzfälle anders behandeln. Im Dubov-System gilt ein Spieler ohne gespielte Partie beispielsweise als leicht zugunsten von Schwarz präferiert. Die Farbpräferenz muss daher im jeweiligen Paarungssystem gelesen werden.

Häufige Verwechslungen

Präferenz und Anspruch

Eine Präferenz gibt an, welche Farbe ein Spieler nach den Paarungsregeln idealerweise erhalten sollte. Sie garantiert nicht, dass diese Farbe in jeder Paarung zugeteilt werden kann.

Präferenz und persönliche Wahl

Sie beschreibt nicht, welche Farbe eine Person gern spielt. Sie ist ein technischer Wert, der aus dem abgeleitet wird.

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