Erklärung
Gegenspiel ist die Aktivität, die eine Seite unter gegnerischem Druck oder gegen einen gegnerischen Plan schafft. Statt jede Drohung nur zu verteidigen, stellt sie eigene Probleme: Bauernhebel, Angriff in einem anderen Brettbereich, Eindringen einer Figur oder einen Freibauern.
Es muss kein direkter Gegenangriff gegen dieselbe Figur oder denselben Brettbereich sein. Sein Zweck ist, den Rhythmus der Partie zu bestreiten. Muss der Gegner ein zur Antwort verwenden, kann seine Koordination leiden oder sein Plan verzögert werden. Genug Gegenspiel kann Druck neutralisieren und die zurückgewinnen.
Nützliches Gegenspiel schafft eine konkrete Drohung und kommt schnell genug im Verhältnis zur Gefahr. Es stützt sich meist auf eine dauerhafte Quelle wie Bauernhebel, offene Linie oder gemeinsam vorgerückte Bauern. Dabei darf keine wesentliche Verteidigung aufgegeben werden, bevor die neue Drohung wirkt.
Gegenspiel bedeutet nicht, dass die Stellung ausgeglichen oder gut ist. Eine Seite kann schlechter stehen und trotzdem praktische Ressourcen behalten, die es dem Gegner erschweren, seinen in einen Sieg umzuwandeln. Ohne Gegenspiel kann der Gegner oft ungestört verbessern.
Häufige Verwechslungen
Gegenspiel und Verteidigung
Verteidigung antwortet auf bestehende Gefahr. Gegenspiel schafft eigene Gefahr. Ein starker Zug kann beides tun.
Gegenspiel und Initiative
Gegenspiel ist Aktivität zum Widerstand. Wird es stark und anhaltend genug, kann es die Initiative erobern.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Glossary of chess, Wikipedia
- 2.How To Save A Losing Game, Part 3, Chess.com
