Erklärung
Eine digitale Schachuhr besitzt zwei verbundene Anzeigen, von denen jeweils nur eine läuft. Nach seinem Zug drückt der Spieler die eigene Taste, stoppt damit seine Anzeige und startet die des Gegners. Dieses Drücken macht den Zug normalerweise zu einem .
Ihr Hauptvorteil gegenüber einer mechanischen Uhr ist die genaue Programmierung von Bedenkzeiten, also der Zeit, die jeder Spieler erhält, und ihrer Aufteilung in Zeitabschnitte. Sie zeigt beim Zeitablauf außerdem ein digitales und kann Sekunden, Perioden sowie die Anzahl der Betätigungen anzeigen.
Inkrement und Verzögerung
- Inkrement: Vor jedem Zug, einschließlich des ersten, wird gemäß der Uhreinstellung eine feste Zeitspanne hinzugefügt.
- Verzögerung: Jeder Zug beginnt mit einem festen Intervall, während dessen die Hauptbedenkzeit noch nicht abnimmt. Wird die Uhr vor Ablauf dieses Intervalls gedrückt, bleibt die Hauptbedenkzeit unverändert.
Die Uhr führt ihre Programmierung aus, entscheidet aber nicht selbst, ob Züge regelkonform waren. Scheinen in einem Wettkampf Anzeige, Zeit oder Zugzahl falsch zu sein, muss die Uhr angehalten und der Schiedsrichter gerufen werden, statt sie eigenmächtig neu zu programmieren.
Quellen
- 1.Article 6: The Chessclock, FIDE Rules Commission
- 2.03. Chess Equipment with Electronic Components (effective from 1 March 2026), FIDE
