Erklärung
En passant ist ein besonderer zwischen Bauern. Er wird möglich, wenn ein gegnerischer Bauer seinen anfänglichen Doppelschritt nutzt und neben einem Bauern landet, der ihn hätte schlagen können, wenn er nur ein Feld gezogen wäre.
Bedingungen
- Der letzte gegnerische Zug muss diesen Bauern von seinem Ausgangsfeld zwei Felder vorgerückt haben.
- Der Bauer muss auf einer benachbarten senkrechten Linie und derselben waagerechten Reihe wie der schlagende Bauer landen.
- Der Schlag ist nur im unmittelbar folgenden Zug möglich. Wird ein anderer Zug gewählt, erlischt das Recht.
Mit den üblichen Feldbezeichnungen aus Linienbuchstabe und Reihenzahl kann der Zug so aussehen: Steht ein weißer Bauer auf e5 und ist ein schwarzer Bauer gerade von d7 nach d5 gezogen, darf Weiß den Bauern von e5 nach d6 ziehen und den Bauern auf d5 entfernen, sofern der weiße König sicher bleibt.
Der Schlag unterliegt weiterhin allen normalen Regeln der Regelkonformität. Er darf nicht ausgeführt werden, wenn dadurch der eigene König im Schach bleibt. Der französische Ausdruck en passant bedeutet im Vorübergehen, weil der vorgerückte Bauer so geschlagen wird, als hätte er den gegnerischen Bauern nicht mit einem einzigen Zug vollständig passieren dürfen.
Häufige Verwechslungen
Schlagen auf dem besetzten Feld
Bei En passant landet der schlagende Bauer auf dem überquerten Feld, nicht auf dem Feld des entfernten Bauern.
Das Recht für später aufheben
Die Gelegenheit besteht nur in dem Zug unmittelbar nach dem Doppelschritt des Bauern.
Quellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.En Passant - Chess Terms, Chess.com
