Erklärung
e.p. ist die Abkürzung für en passant, einen französischen Ausdruck mit der Bedeutung im Vorbeigehen. Ein en-passant-Schlag ist möglich, wenn ein Bauer von seiner Ausgangsstellung zwei Felder zieht und neben einem gegnerischen Bauern landet. Dieser gegnerische Bauer darf ihn nur im unmittelbar folgenden Zug schlagen, als wäre er nur ein Feld vorgerückt, sofern der Schlag sonst legal ist.
Der schlagende Bauer zieht diagonal auf das Feld, das der andere Bauer überquert hat, und der geschlagene Bauer wird von seinem Zielfeld entfernt. Bei exd6 e.p. zieht der Bauer der e-Linie nach d6 und schlägt den Bauern, der gerade d6 überquert hat.
Die Regeln der Fédération Internationale des Échecs (FIDE) erlauben, e.p. nach der Notation anzufügen. In Portable Game Notation (PGN), dem Textformat zum Austausch von Partien, erhält die Standardform der keine besondere Endmarkierung: Derselbe Zug wird einfach als exd6 gespeichert. Das zeigt den Schlag bereits an, und die Stellung bestimmt, dass er en passant erfolgte.
Häufige Verwechslungen
e.p. verpflichtend und optional
FIDE erlaubt e.p. auf einem Formular, schreibt es aber nicht vor. Die Standardform von PGN lässt e.p. weg und notiert den Schlag mit der gewöhnlichen Bauernnotation.
Quellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.Standard: Portable Game Notation Specification and Implementation Guide, rec.games.chess contributors, coordinated by Steven J. Edwards
