Erklärung
Engine-Unterstützung liegt vor, wenn ein Spieler eine , also ein Programm zur Stellungsanalyse und Zugempfehlung, nutzt, um während einer laufenden Partie einen unerlaubten Vorteil zu erhalten. Dazu kann gehören, die Stellung in ein anderes Programm einzugeben, Bewertungen oder Varianten abzurufen oder von einer anderen Person beziehungsweise einem Werkzeug erzeugte Engine-Empfehlungen zu erhalten.
Entscheidend sind Kontext und Regeln der Partie. Bei Live-Wettkämpfen verbieten der Weltschachverband FIDE und große Plattformen externe Hilfe zur Verbesserung von Berechnung oder Zugwahl. Manche Fernschachformen erlauben unter besonderen Regeln Hilfsmittel wie Eröffnungsbücher oder -datenbanken, aber nicht automatisch Engines. Maßgeblich ist die konkrete Richtlinie der Veranstaltung oder Website.
Eine Engine-Analyse nach Partieende ist etwas anderes und gehört gewöhnlich zum Studium. Der Verstoß entsteht, wenn verbotene Informationen Entscheidungen in einer noch laufenden Partie beeinflussen. -Systeme sollen diese und andere unerlaubte Hilfe erkennen. Engine-Unterstützung kann auch einschließen, wenn eine andere Person die Engine bedient oder Empfehlungen übermittelt.
Häufige Verwechslungen
Engine-Unterstützung und nachträgliche Analyse
Eine Engine nach Partieende zu nutzen dient dem Studium. Ihre Nutzung während einer aktiven Partie kann nach den Veranstaltungsregeln verbotene Unterstützung sein.
Engine-Unterstützung und menschliche Hilfe
Engine-Unterstützung stammt aus Analysesoftware. Menschliche Hilfe ist nicht dasselbe, kann aber ebenfalls verboten sein und bei bewusster Zusammenarbeit zur Kollusion werden.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Online Chess Regulations, FIDE
- 2.What do I need to know about Fair Play on Chess.com?, Chess.com
- 3.Terms of Service, Lichess
