Erklärung
Neo-Katalanisch verbindet den weißen Bauern auf c4, den Springer auf f3 und die Vorbereitung mit g3 mit den schwarzen Zügen ...e6, ...d5 und gewöhnlich ...Nf6. Weiß entwickelt den Läufer normalerweise durch ein Fianchetto nach g2, indem der g-Bauer ein Feld vorzieht und eine lange Diagonale öffnet.
Das kennzeichnende Merkmal ist, dass der weiße d-Bauer auf d2 bleibt. Von g2 aus übt der Läufer Druck auf das Zentrum und den Damenflügel aus, ohne dass Weiß sofort d4 besetzt. Dadurch bleiben Möglichkeiten wie b3 und Bb2, d3 oder ein späteres d4 erhalten. Spielt Weiß schließlich d4 und erreicht eine bekannte katalanische Stellung, ist die Eröffnung transponiert.
Schwarz kann den Bauern auf d5 belassen und den Läufer entwickeln oder auf c4 schlagen. In der Eröffnungsterminologie bedeutet eine angenommene Variante, dass Schwarz den angebotenen Bauern auf c4 schlägt. Eine abgelehnte Variante bedeutet, dass Schwarz die Spannung bewahrt und diesen Schlagzug in diesem Moment nicht ausführt.
Die teilt die Idee, d4 aufzuschieben, doch Schwarz baut dort mit ...c6 und ...d5 auf. Im Neo-Katalanisch gehört ...e6 wesentlich zur Erkennungsstruktur.
Häufige Verwechslungen
Neo-Katalanisch und Katalanisch
Im klassischen Katalanisch steht der weiße d-Bauer bereits auf d4. Im Neo-Katalanisch bleibt er während der kennzeichnenden Phase auf d2.
Quellen
- 1.English Opening: Neo-Catalan Defense, Chess.com
- 2.Lichess chess-openings dataset - ECO volume A, Lichess
- 3.English Opening, Wikipedia
