Erklärung
Machgielis "Max" Euwe war ein niederländischer Spieler, der von 1935 bis 1937 den Titel des fünften Weltmeisters trug. 1935 besiegte er den favorisierten Alexander Alekhine in einem langen Wettkampf, verlor den Titel jedoch 1937 im vereinbarten Rückkampf.
Euwes Spiel war für logisches Denken und die genaue Berechnung von Varianten bekannt, also möglicher Zugfolgen. Er untersuchte außerdem Eröffnungen, die erste Phase einer Partie, und schrieb systematisch aufgebaute Lehrbücher. In dieser umfassenden Rolle als Schachautor gehört er zu einer Tradition, die bis zu Persönlichkeiten wie zurückreicht, obwohl ihre Epochen und Methoden sehr verschieden waren.
Mehr als ein ehemaliger Weltmeister
Euwe promovierte in Mathematik und arbeitete als Lehrer, sodass Schach nicht sein einziger Beruf war. Später amtierte er von 1970 bis 1978 als Präsident des Internationalen Schachverbands, bekannt als FIDE. Seine historische Bedeutung verbindet daher drei ungewöhnliche Rollen in einer Laufbahn: Weltmeister, Pädagoge und internationaler Funktionär.
Verwendung und Kontext
Euwe steht für eine Epoche, in der ein Weltmeister Spitzenwettkampf mit einem akademischen Beruf und umfangreicher Lehrtätigkeit verbinden konnte.
Häufige Verwechslungen
Euwe war ein Amateurspieler
In historischen Texten bedeutet "Amateur" oft, dass Schach nicht seine einzige Erwerbsquelle war. Der Begriff beschreibt nicht seine Stärke: Er war Weltmeister und Spitzenspieler.
Quellen
- 1.Max Euwe, FIDE Open Chess Museum
- 2.Machgielis (Max) Euwe, World Chess Hall of Fame & Galleries
