Erklärung
Die algebraische Figurennotation, abgekürzt FAN, verwendet anstelle des Anfangsbuchstabens das Bild der jeweiligen Figur. So bezeichnet ♘f3 denselben Zug wie Nf3 und ♗xe6+ denselben Zug wie Bxe6+. Koordinaten, Schläge und Zusätze folgen den Regeln der .
Bauernzüge haben weiterhin kein Figurensymbol, daher wird e4 weiterhin als e4 geschrieben. Der wichtigste Vorteil besteht darin, dass Leser nicht wissen müssen, ob eine Sprache den Springer mit N, C oder einem anderen Buchstaben bezeichnet. Deshalb sind Figurensymbole in Büchern, Zeitschriften und Benutzeroberflächen für ein internationales Publikum verbreitet.
Die PGN-Spezifikation, die ein Textformat zum Speichern von Partien beschreibt, bezeichnet FAN als visuelle Alternative zu SAN und hält fest, dass beide abgesehen von den Symbolen gleich sind. Der Weltschachverband (FIDE) empfiehlt ebenfalls Figurensymbole für Figuren in gedruckten Veröffentlichungen. FAN bleibt eine Zugnotation: Sie ist kein Diagramm des und zeigt nicht von selbst alle Figuren einer Stellung.
Verwendung und Kontext
Das genaue Erscheinungsbild hängt von der Schriftart oder Benutzeroberfläche ab, doch jedes Symbol muss die Figurenart eindeutig erkennen lassen.
Häufige Verwechslungen
SAN mit Buchstaben
FAN und SAN codieren dieselben Angaben. Der Unterschied ist visuell: FAN zeigt ein Figurensymbol, wo SAN einen Figurenbuchstaben verwendet.
Begriff anzeigenStellungsdiagramm
Eine FAN-Folge zeichnet Züge nacheinander auf. Ein Diagramm stellt alle Figuren einer Stellung zu einem bestimmten Zeitpunkt dar.
Quellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.Standard: Portable Game Notation Specification and Implementation Guide, rec.games.chess community; coordinated by Steven J. Edwards
