Erklärung
Die Französische Verteidigung beginnt mit 1.e4 e6 und wird meist mit 2.d4 d5 fortgesetzt. In der bezeichnen e6 und d5 die Zielfelder der schwarzen Bauern. Statt das Zentrum mit ...e5 zu besetzen, bereitet Schwarz ...d5 vor, um den weißen Bauern e4 anzugreifen.
Rückt Weiß mit e5 vor, entsteht oft eine Bauernkette, also mehrere diagonal verbundene Bauern. Die weiße Kette e5-d4 schafft Raum, damit stehen hinter den Bauern mehr Felder zur Verfügung, bietet aber auch Angriffsziele. Schwarz greift häufig die Basis d4 mit ...c5 und in manchen Stellungen die Spitze e5 mit ...f6 an.
Die Bauernkette und ihre Hebel
Ausgangsstellung
Die Zugfolge zeigt einen häufigen Weg zu einem geschlossenen Zentrum in der Französischen Verteidigung
Die größte schwarze Schwierigkeit ist der Läufer c8, der zunächst vom Bauern e6 blockiert wird. Dafür ist die Struktur widerstandsfähig und bietet Gegenspiel, also eigene aktive Drohungen gegen das weiße Zentrum. Weiß hat meist mehr Raum am Königsflügel; Schwarz versucht, das Zentrum zu öffnen oder am Damenflügel zu spielen.
Druck und eine schwer zu entwickelnde Figur
Das schwarze Spiel hat zwei Seiten
In dieser typischen Stellung setzt Schwarz die weißen Bauern unter Druck, muss für den Läufer aber noch eine Aufgabe finden.
Wichtigste Entscheidungen von Weiß
- : 3.e5 gewinnt Raum und schließt das Zentrum.
- : 3.Nd2 schützt e4, hält den c-Bauern frei und vermeidet die typische Winawer-Stellung.
- Nach 3.Nc3 kann Schwarz die mit ...Bb4, die mit ...Nf6 oder die mit ...dxe4 wählen.
Häufige Verwechslungen
Französische Verteidigung und Caro-Kann
Beide bereiten ...d5 gegen e4 vor. Französisch beginnt mit ...e6 und blockiert den Läufer c8; Caro-Kann verwendet ...c6 und lässt diesen Läufer meist zuvor heraus.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.French Defense, Chess.com
- 2.French Defence, Wikipedia
