Erklärung
Regelwidrigkeit ist eine breite Kategorie für Probleme, die während einer Partie auftreten. Der Begriff bezeichnet weder einen einzigen bestimmten Verstoß noch unterstellt er für sich allein böse Absicht. Er bedeutet, dass Brett, Figuren, Uhr oder Ablauf der Partie vom vorgeschriebenen Zustand abgewichen sind.
Häufige Fälle
- Eine falsche Anfangsstellung oder ein Brett, das so gedreht ist, dass in der aus Sicht des jeweiligen Spielers rechten vorderen Ecke kein helles Feld liegt.
- Eine Partie, die mit vertauschten Farben begonnen wurde.
- Eine versehentlich .
- Ein regelwidriger Zug, das Drücken der Uhr ohne Zug oder die Verwendung beider Hände für einen Zug mit anschließendem Drücken der Uhr.
- Eine falsche Uhreinstellung oder ein falscher Betätigungszähler.
Die Abhilfe richtet sich nach dem Fall. Der Schiedsrichter kann die Partie neu beginnen lassen, die Stellung auf ein korrekt ausgerichtetes Brett übertragen, eine frühere Stellung wiederherstellen, Zeiten und Zähler anpassen, die Fortsetzung erlauben oder eine verhängen. Es gibt keine einheitliche Strafe für jede Regelwidrigkeit.
Tritt ein Problem auf, ist es am sichersten, die Uhr nur dann anzuhalten, wenn die Regeln dies erlauben, und den Schiedsrichter zu rufen. Weiterspielen kann die Rekonstruktion erschweren oder dazu führen, dass die Möglichkeit einer rechtzeitigen Reklamation verloren geht.
Häufige Verwechslungen
Regelwidrigkeit und Betrug
Eine Regelwidrigkeit kann versehentlich, technisch oder verfahrensbedingt sein. Eine Täuschungsabsicht ist eine getrennte Frage, die Beweise und eine andere Beurteilung erfordert.
Quellen
- 1.Article 7: Irregularities, FIDE Rules Commission
- 2.Article 6: The Chessclock, FIDE Rules Commission
- 3.Article 2: The Initial Position of the Pieces on the Chessboard, FIDE Rules Commission
