Erklärung
London 1851 brachte führende Spieler aus mehreren Ländern zusammen, während die Stadt die Great Exhibition ausrichtete. Howard Staunton entwarf und organisierte die Veranstaltung, die vom 26. Mai bis 12. Juli dauerte. Ihr internationaler Umfang und die spätere Veröffentlichung eines vollständigen Turnierbuchs machten sie zu einem Meilenstein des organisierten Schachs.
Sechzehn Spieler traten im K.-o.-Format an. Sie spielten nicht alle gegeneinander, sondern trafen in kurzen Wettkämpfen aufeinander, deren jeweiliger Verlierer aus dem Turnierbaum ausschied. Remis zählten nicht als Siege, sodass ein Wettkampf fortgesetzt werden konnte, bis ein Spieler die erforderliche Zahl von Siegen erreicht hatte. Adolf Anderssen gewann das Turnier, Marmaduke Wyvill wurde Zweiter.
Die Struktur unterschied sich stark vom später verbreiteten Rundenturnier, das etwa bei verwendet wurde und bei dem jeder Teilnehmer gegen jeden anderen spielt. London 1851 ist daher nicht nur wegen seiner berühmten Teilnehmer wichtig, sondern auch als frühes Modell internationaler Wettkampforganisation.
Während der Veranstaltung wurde in London auch die berühmte Unsterbliche Partie zwischen Anderssen und Lionel Kieseritzky gespielt. Sie war jedoch eine informelle Partie außerhalb des offiziellen Turnierbaums und keine Turnierrunde.
Häufige Verwechslungen
Die Unsterbliche Partie
Anderssen und Kieseritzky spielten sie während des Turnierzeitraums in London, doch sie war eine informelle Partie und gehörte nicht zum offiziellen Turnierbaum.
Quellen
- 1.The Chess Tournament: 1851, Howard Staunton / Internet Archive
- 2.Remembering Howard Staunton on the 172nd Anniversary of the Great London 1851 Tournament, ChessBase
