Erklärung
Die lange algebraische Notation, abgekürzt LAN, macht deutlich, wo eine Figur beginnt und wo sie landet. Eine übliche Form ist Ng1-f3 für einen Springerzug von g1 nach f3 oder e2-e4 für einen Bauernzug. Da beide Felder angegeben werden, muss der Ausgang seltener aus der Stellung erschlossen werden.
Keine einheitliche Schreibweise
Die Konventionen unterscheiden sich. Manche Quellen verwenden einen Bindestrich für einen gewöhnlichen Zug und x für einen Schlag. Andere lassen das Trennzeichen weg und schreiben Ng1f3 oder e2e4. Der Notationsanhang des Weltschachverbands (FIDE) lässt eine lange Form mit Figurenkürzel, Ausgang und Ziel zu. Das Protokoll Universal Chess Interface (UCI), über das eine Benutzeroberfläche mit einem Analyseprogramm kommuniziert, bezeichnet reine Zeichenfolgen wie e2e4 als lange algebraische Notation.
Aufgrund dieser Unterschiede kann sich LAN mit der überschneiden. In diesem Glossar bezeichnet LAN einen ausführlich notierten Zug der , möglicherweise mit Figurenbuchstabe und zusätzlichen Zeichen. Koordinatennotation bezeichnet dagegen die häufig in Software verwendete Minimalform aus Ausgang und Ziel. ist kürzer, weil sie den Ausgang weglässt, wenn er nicht benötigt wird.
Verwendung und Kontext
LAN findet sich in Lehrmaterialien, älteren Systemen und technischer Dokumentation. Vor der Deutung einer Zeichenfolge sollte die genaue Konvention der Quelle bestimmt werden.
Häufige Verwechslungen
Koordinatennotation
Beide Formen können Ausgang und Ziel zeigen. LAN kann einen Figurenbuchstaben und weitere Zeichen enthalten, während die Koordinatennotation üblicherweise nur aus den beiden Feldern und einem optionalen Umwandlungsbuchstaben besteht.
Begriff anzeigenSAN
SAN notiert nur die nötigen Angaben, etwa Nf3. LAN gibt normalerweise auch den Ausgang an, etwa Ng1-f3.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.Chess Notation - The Language of the Game, Chess.com
- 3.UCI Protocol, Rudolf Huber and Stefan Meyer-Kahlen
