Erklärung
In einem Turnier nach Schweizer System wird eine vorher festgelegte Rundenzahl gespielt, und die Teilnehmer werden grundsätzlich gegen Gegner mit gleicher Punktzahl gepaart. Das Dutch-System des Weltschachbundes FIDE ordnet diese Spieler in Punktgruppen ein und bildet für jede Gruppe eine Paarungsgruppe.
Bleibt ein Spieler in dieser Paarungsgruppe ungepaart, wird er in die nächstniedrigere Paarungsgruppe verschoben. Innerhalb der Zielgruppe heißt er heruntergesetzter Spieler, abgekürzt MDP. Die Bezeichnung hält fest, woher der Spieler im Algorithmus stammt. Sie beschreibt weder seine Spielstärke noch seinen endgültigen Tabellenplatz.
Ein MDP verändert die Paarungsaufgabe in der Zielgruppe, weil das System einen Gegner finden muss, ohne eine frühere Begegnung zu wiederholen und unter möglichst weitgehender Einhaltung der Farbregeln. Um eine gültige Lösung zu finden, kann der Algorithmus eine oder, falls nötig, einen versuchen.
Häufige Verwechslungen
Keine Strafe und keine Abwertung
Das Heruntersetzen ist ein technischer Schritt der Paarungsbildung. Es zieht keine Punkte ab, verändert keine Wertungszahl und erklärt den Spieler nicht für schwächer.
