Erklärung
Die Spielmann-Variante beantwortet die Fesselung, also den Druck des Läufers auf b4, der den Springer auf c3 am Ziehen hindert, ohne den König zu exponieren, mit einem Damenzug nach b3. Dieser Zug wird in algebraischer Notation Qb3 geschrieben. Die Dame greift den Läufer direkt an und kann den Bauern auf b7 unter Druck setzen, falls der Läufer die b-Linie verlässt.
Schwarz hat eine natürliche Antwort: den Vorstoß des c-Bauern nach c5. Dieser Bauer greift das weiße Zentrum an und schützt zugleich den Läufer auf b4. Ein einziger Zug begegnet der Drohung und schafft Aktivität, sodass Weiß zeigen muss, dass die Dame gut steht und nicht durch einen erneuten Damenzug weitere Zeit verliert.
Die Spielmann-Variante sucht eine sofortige Antwort auf den Läufer, setzt die Dame aber vor Abschluss der Entwicklung gegnerischen Angriffen aus. Verglichen mit dem , das zunächst mit e3 aufbaut, gibt diese Variante dem konkreten Druck auf eine vorgerückte Figur Vorrang.
Häufige Verwechslungen
Spielmann und Klassische Variante
Beide entwickeln die Dame früh, doch b3 greift den Läufer an. c2 bereitet eine Rücknahme auf c3 vor und unterstützt e4.
Quellen
- 1.Nimzo-Indian Defense: Spielmann Variation, Chess.com
- 2.Nimzo-Indian Defense, Chess.com
- 3.Lichess chess-openings dataset: ECO volume E, Lichess
