Nimzo-Indische Verteidigung, St.-Petersburg-Variante

Auch bekannt als: Nimzo-Indische Verteidigung, Sankt-Petersburg-Variante

Eine Variante der Nimzo-Indischen Verteidigung, in der Schwarz e3 mit b6 beantwortet und die Entwicklung des Damenläufers nach b7 vorbereitet.

Erklärung

Die St.-Petersburg-Variante entsteht, wenn Schwarz auf den weißen Vorstoß e3 mit dem Zug des b-Bauern nach b6 antwortet. Damit wird ein Fianchetto am Damenflügel vorbereitet: Der Läufer auf c8 wird sich nach b7 entwickeln und entlang einer langen Diagonale in Richtung des Zentrums und des weißen Königsflügels wirken.

b6 schafft einen flexiblen Plan, fordert das Zentrum aber nicht von selbst heraus. Weiß kann den Königsläufer nach d3, den Springer nach f3 entwickeln und den König sichern. Schwarz muss den künftigen Läufer auf b7 mit einem Vorstoß des c- oder d-Bauern verbinden, um echten Druck auf die weißen Zentralbauern auszuüben.

Diese Variante gehört zum e3-Rahmen des , wird aber durch eine konkrete schwarze Entscheidung bestimmt. Sie darf nicht mit der Romanischin-Variante verwechselt werden: Dort spielt Weiß g3, um den Königsläufer zu entwickeln. Hier spielt Schwarz b6, um den Damenläufer zu entwickeln.

Häufige Verwechslungen

St. Petersburg und Romanischin

In der St.-Petersburg-Variante bereitet Schwarz den Läufer für b7 mit b6 vor. In der Romanischin-Variante bereitet Weiß den Läufer für g2 mit g3 vor.

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