Paarungsbedingtes Freilos

Auch bekannt als: PAB

Ein paarungsbedingtes Freilos ist eine Runde, in der das Paarungssystem einen Teilnehmer ohne Gegner lässt, weil eine ungerade Teilnehmerzahl gepaart werden muss.

Erklärung

In einem Schweizer Turnier, in dem die Gegner Runde für Runde gepaart werden, führt eine ungerade Zahl verfügbarer Teilnehmer dazu, dass eine Person nicht gepaart werden kann. Die International Chess Federation (FIDE) bezeichnet diesen Fall als pairing-allocated bye (PAB). Der Teilnehmer hat keinen Gegner, erhält keine Farbe und bekommt so viele Punkte wie für einen Sieg, sofern die Turnierregeln keinen anderen Wert festlegen. Alle PABs desselben Turniers müssen denselben Wert haben.

Es handelt sich weder um einen ausgespielten Sieg noch um einen kampflosen Sieg. Das Freilos entsteht aus dem Paarungsverfahren selbst. Die FIDE-Regeln verhindern außerdem, dass ein Teilnehmer, der bereits ein PAB oder in einer nicht gespielten Runde bereits den Wert eines Sieges erhalten hat, ein weiteres PAB bekommt.

Es unterscheidet sich von einem , bei dem ohne Partie die volle Punktzahl vergeben wird und dessen Zuteilung FIDE missbilligt, sowie von einem , das null Punkte bringt. Das PAB löst das mathematische Problem eines ungeraden Teilnehmerfeldes.

Häufige Verwechslungen

PAB oder kampfloser Sieg

Bei einem PAB gibt es keinen gepaarten Gegner. Bei einem kampflosen Sieg bestand dagegen eine Paarung, die angesetzte Partie wurde aber nicht gespielt.

PAB oder Freilos mit voller Punktzahl

Ein PAB entsteht durch das Paarungssystem bei einem ungeraden Teilnehmerfeld. Ein Freilos mit voller Punktzahl wird aus einem anderen Grund ohne Partie vergeben.

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