Erklärung
Die Tournament Pairing Number (TPN) ist eine Paarungsnummer und nicht der aktuelle Ranglistenplatz eines Spielers. Nach den allgemeinen FIDE-Regeln für Schweizer Einzelturniere werden die Teilnehmer vor Runde eins zuerst nach Spielstärke, meist der Wertungszahl als numerischer Schätzung der Wettkampfstärke, dann nach FIDE-Titel wie Großmeister oder Internationaler Meister und danach alphabetisch geordnet, sofern kein anderes Kriterium angekündigt wurde. Der höchste Teilnehmer dieser Reihenfolge erhält TPN 1, der nächste TPN 2 und so weiter.
Die TPN dient dem Paarungsalgorithmus anschließend als stabile Eingabe. Im holländischen FIDE-System werden Spieler beispielsweise zuerst nach Punktzahl und dann nach aufsteigender TPN geordnet. Die Nummer kann auch in späteren Regeln zur Farbvergabe erscheinen.
Anfängliche TPNs können bei verspäteten Anmeldungen vorläufig sein. FIDE erlaubt eine Neuzuweisung beim Schließen der Teilnehmerliste oder bei der Korrektur von Daten der Ausgangsreihenfolge, jeweils innerhalb der in den Regeln festgelegten Fristen. Eine TPN darf daher nicht als Leistungsrangliste verstanden werden, die sich nach jeder Runde ändert.
Häufige Verwechslungen
TPN und Ranglistenplatz
Die TPN stammt aus der anfänglichen Paarungsreihenfolge und bleibt normalerweise stabil. Der Ranglistenplatz hängt von den Turnierergebnissen ab und kann sich in jeder Runde ändern.
TPN und Wertungszahl
Die Wertungszahl hilft meist bei der Erstellung der Ausgangsreihenfolge, doch die TPN ist die daraus erzeugte Turniernummer. Sie ist selbst kein Maß der Spielstärke.
