Erklärung
Ein pseudolegaler Zug erscheint möglich, wenn man die Figur, ihren Weg und die belegten Felder betrachtet. Ein Turm zieht beispielsweise auf einer freien geraden Linie oder ein Springer erreicht eines seiner üblichen Zielfelder. Auch einschlägige Sonderbedingungen werden berücksichtigt, etwa en passant, bei dem ein Bauer unmittelbar einen gegnerischen Bauern schlägt, der gerade zwei Felder vorgerückt ist, sowie die Rochade als gemeinsamer Zug von König und Turm.
Die Prüfung ist damit noch nicht vollständig. Der Zug kann den eigenen König einem Angriff aussetzen, ihn im Schach lassen, obwohl die Bedrohung beantwortet werden musste, oder eine Figur wegziehen, die ihn vor einem Angriff abschirmte. Jeder solche Zug verursacht und ist nicht regelkonform.
Der Begriff wird vor allem in der Programmierung verwendet. Eine , also ein Programm, das Stellungen analysiert und Züge berechnet, kann schnell zahlreiche pseudolegale Kandidaten erzeugen und danach jene verwerfen, die den Sicherheitstest für den König nicht bestehen. Diese Trennung vereinfacht und beschleunigt häufig die Zugerzeugung.
Die genaue Abgrenzung kann je nach Programm variieren, insbesondere bei der Rochade und anderen Sonderzügen. Der stabile Kern lautet: pseudolegal bedeutet Kandidat nach der Zugmechanik, nicht bereits nach sämtlichen Legalitätsregeln zugelassener Zug.
Häufige Verwechslungen
Pseudolegal bedeutet nicht in der Partie erlaubt
Lässt der Kandidat den eigenen König im Schach, ist er regelwidrig, auch wenn die geometrische Zugweise der Figur korrekt ist.
Quellen
- 1.Pseudo-Legal Move, Chess Programming Wiki
- 2.Article 3: The Moves of the Pieces, FIDE Rules Commission
