Bedenkzeit

Auch bekannt als: Überlegungszeit

Die Zeit, die einem Spieler in einer Fernschachpartie berechnet wird, solange er am Zug ist.

Erklärung

Die Bedenkzeit ist die Zeit, die ein Spieler zwischen dem Empfang des gegnerischen Zuges und dem Absenden seiner Antwort verbraucht. Der Begriff ist besonders im Fernschach wichtig, einer Schachform, bei der die Züge über eine Entfernung übermittelt werden und für eine Entscheidung Tage statt nur Minuten zur Verfügung stehen können.

Bei der Standardzeitkontrolle auf dem Server des Internationalen Fernschachbundes ICCF wird die Zeit üblicherweise als eine bestimmte Zahl von Tagen für eine festgelegte Zugzahl angegeben. Sofern die Turnierausschreibung nichts anderes bestimmt, gilt gewöhnlich ein Limit von 50 Tagen für jeweils 10 Züge. Der Server zählt vollständige Zeiträume von 24 Stunden und überträgt nicht verbrauchte Zeit in den nächsten Kontrollabschnitt.

Die genaue Berechnung hängt von der gewählten Zeitkontrolle ab. Bei der Triple-Block-Zeitkontrolle wird die Zeit auf Uhr, Inkrement und Bank verteilt und genauer als in ganzen Tagen gemessen. Spieler müssen deshalb sowohl den Namen der Zeitkontrolle als auch die Turnierausschreibung kennen, um zu wissen, wie Verzögerungen angerechnet werden und wann eine Zeitüberschreitung eintritt.

Häufige Verwechslungen

Nicht die Gesamtdauer der Partie

Die Bedenkzeit wird jedem Spieler getrennt angerechnet, solange er am Zug ist. Die gesamte Partie kann wesentlich länger dauern.

Quellen

  1. 1.Time Limit, International Correspondence Chess Federation (ICCF)
  2. 2.ICCF Rules (Valid from 1 January 2026), International Correspondence Chess Federation (ICCF)

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