Thematurnier

Ein Wettbewerb, bei dem jede Partie aus einer vorgegebenen Eröffnung, Zugfolge oder Stellung beginnt.

Erklärung

Bei einem Thematurnier legt der Veranstalter den schachlichen Ausgangspunkt im Voraus fest. Vorgeschrieben sein können eine bestimmte Eröffnung, also eine Zugfolge aus der Anfangsphase einer Partie, eine festgelegte Variante oder eine konkrete Stellung. Während des verpflichtenden Abschnitts dürfen die Spieler keine Alternativen wählen. Ihre eigenen Entscheidungen beginnen erst nach dem Ende der vorgegebenen Zugfolge.

Das Format lässt viele Partien dasselbe Problem aus unterschiedlichen Richtungen untersuchen. Zwei Spieler können völlig verschiedene Pläne entwickeln, obwohl sie dieselbe Ausgangsstellung erhalten haben. Umfasst jede Paarung mehr als eine Partie, können die Turnierbestimmungen die Farben vertauschen, damit beide Spieler das Thema von beiden Seiten untersuchen.

Das Format eignet sich besonders für Fernschach, bei dem Züge über eine Entfernung übermittelt werden und viel Analysezeit zur Verfügung steht. Die Regeln des Internationalen Fernschachbundes ICCF behandeln die verpflichtenden Eröffnungszüge als Teil der Zeitkontrollberechnung und passen die verfügbare im ersten Kontrollabschnitt an.

Häufige Verwechslungen

Thema bedeutet mehr als einen Veranstaltungsnamen

Das Thema verändert den Ausgangspunkt der Partien durch verpflichtende Züge oder eine Stellung. Es ist nicht bloß der Titel des Turniers.

Quellen

  1. 1.New Events, International Correspondence Chess Federation (ICCF)
  2. 2.ICCF Rules (Valid from 1 January 2026), International Correspondence Chess Federation (ICCF)

Verwandte Begriffe

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